2009: 2000 Jahre Varusschlacht
Im Jahr 9 n. Chr. haben römische Truppen weite Teile Germaniens besetzt. Germanische Krieger unter der Führung des Cherusker Arminius locken den römischen Statthalter Publius Quinctilius Varus und sein Heer in einen Hinterhalt. In drei Tagen werden die 17., 18. und 19. Legion der römischen Armee niedergemetzelt. Das Geschehen in antiker Zeit geht als „Varusschlacht“ in die Geschichte ein. Der Schauplatz dieses Geschehens ist lange Zeit nicht geklärt.
Major Tony Clunn, in Osnabrück stationierter britischer Offizier, ist einer der ersten, die 1989 nach intensiver Suche erste Fundstücke nahe der Ortschaft Kalkriese entdecken.
Systematische archäologische Ausgrabungen bringen in den folgenden Jahren Spuren eines römischen Heeres und eines Kampfes in antiker Zeit ans Licht. Wissenschaftler legen Münzen, Waffen, die Maske eines römischen Gesichtshelms, Bruchstücke römischer Soldatenmonturen, Menschen- und Tierknochen frei. Die Forscher entdecken auch die Reste eines Hinterhalts: einen auf 400 Metern nachgewiesenen Wall. Er diente den germanischen Kriegern als Schutz und Tarnung bei ihren Angriffen auf die vorbeiziehenden Römer.
Über Jahrhunderte hatten Historiker und Gelehrte nach dem
Schauplatz der Varusschlacht gesucht. Heute gehen Archäologen und Naturwissenschaftler davon aus, dass Kalkriese Schauplatz dieser zu den schwersten militärischen Niederlagen des römischen Reiches zählenden Kämpfe war.
Kalkriese mit Museum und Park zählt heute zu den bedeutendsten Ausgrabungsstätten Europas und erfährt internationale Anerkennung, unter anderem mit der Auszeichnung als europäisches Kulturerbe.
>>> www.kalkriese-varusschlacht.de |